Business Coaching für Interessenten aus dem Raum Mannheim

Nexus Business-Coaching und Persönlichkeitstraining bietet Ihnen individuelle Lösungen und Unterstützung für Selbstständige, Unternehmer, Führungskräfte, Spezialisten und Fachkräfte.
Die Vorteile und Differenzierung unseres Business-Coachings auf einen Blick:
- Unser Businesseinzel-Coaching erzielt eine außer-
ordentliche Wirkung und ist dabei in höchstem Maße wirtschaftlich. Es werden Techniken aus Verkauf, effizienter Kommunikation, der systemischen Beratung und den Methoden aus dem NLP wirkungsvoll miteinander kombiniert. - Diese grundlegenden Konzepte werden durch unsere langjährige Erfahrung in Coaching, Verkauf und Vertrieb praxisorientiert und professionell vermittelt.
- Sie arbeiten mit kompetenter Unterstützung durch einen erfahrenen Praktiker konzentriert, zielgerichtet und zügig an der Veränderung Ihres Verhaltens oder Ihrer Haltung, stets entlang an einem konkreten Auftrag.
- Der Schwerpunkt unseres Coachings liegt auf dem Persönlichkeitswachstum und einem profunden Verständnis der persönlich erlebten Methoden.
- Informationen werden sofort in Fähigkeiten verwandelt. Sie erreichen somit dauerhafte Fortschritte mit hoher Nachhaltigkeit.
- Im Coaching-Prozess gehen wir mit Ihnen zielorientiert und strukturiert nach folgenden Schritten vor: Situationsanalyse, Zielformulierung, Planung, Realisierung, Kontrolle.
- Sie profitieren » zusätzlich von meiner langjährigen Erfahrung im Business als nationaler Vertriebsleiter, Key Account Manager, Trainer und Coach.
Die wichtigsten Gründe für ein Business-Coaching sind:

- Ziel- und Standortbestimmung in der Lebensgeschichte, in der Karriereplanung.
- Sie haben eine neue Führungsaufgabe übernommen und wollen Ihre Führungsqualitäten verbessern.
- Sie wollen in Ihrem Job mehr aus sich machen.
- Karriere-Coaching unter Berücksichtigung des Lebenssinns und der persönlichen Werten.
- Gestaltung und Umsetzung persönlicher Entwicklungs-
prozesse und Visionen. - Vorbereitung und Begleitung von Übergängen in kritischen Situationen - z.B. vor einem Berufswechsel oder in Phasen der Neuorientierung.
- Nahzielarbeit in Hinblick auf berufliche und persönliche Aufgaben, z.B. Präsentation, Selbstdarstellung, Ausstrahlung und Erfüllung von Leistungserwartung.
- Kompetenzerweiterung und Entwicklung alternativer Verhaltensweisen.
- Reflexionen von übergeordneten Veränderungswünschen und Eröffnung von sinnvollen Perspektiven.
- Sie sind mit Konflikten am Arbeitsplatz konfrontiert, sehen aber derzeit keinen Weg, diese zu lösen.
- Sie möchten Ihr Berufs- und Privatleben besser ausbalancieren.
- Die eigene Persönlichkeitsentwicklung: Nutzen Sie Ihr volles Potenzial.
- Selbst-Innovation: Kreativität statt Stillstand.
- Supervision.
Erstgespräch, Arbeitsformate, Zielgruppe, Dauer, Preise
Das Erstgespräch als Einstieg in das Business-Coaching für Interessenten aus dem Raum Mannheim:

Dem ersten Termin für ein Business-Coaching kommt eine besondere Bedeutung und Aufgabe zu:
Sie sollten das Gefühl haben, dass Sie mit Ihrem Anliegen oder Problemerleben genau verstanden werden und dass Sie sich in einer Gesprächsatmosphäre befinden, die es Ihnen ermöglicht, offen und vertrauensvoll über Ihr Anliegen zu sprechen.
Auftragsklärung:
Im Rahmen eines professionellen Business-Coachings werden die zu erwartenden Auswirkungen von gewünschten Veränderungen zuvor geprüft, um ihre Bedeutung für das familiäre und berufliche Umfeld zu reflektieren. Dies ist Grundvoraussetzung um einen erfolgreichen Veränderungsprozess zu gestalten.
Aus diesem Grund biete ich ein 60 Minuten dauerndes Erstgespräch an.
Während des Erstgesprächs lernen Sie mich und meine Arbeitsweise kennen. Wir beginnen mit dem Coaching und Sie erhalten erste Anregungen und Impulse, die Ihnen neue Perspektiven eröffnen und Veränderungen ermöglichen können.
Nach dem Erstgespräch entscheiden Sie, ob Sie das Business-Coaching fortführen möchten. Wenn Sie Folgesitzungen wünschen, haben diese ebenfalls eine Dauer von 60 Minuten.
Die Honorarvergütung für das Erstgespräch erfolgt in bar. Darüber hinaus kann eine bargeldlose Vergütung vereinbart werden.
Zielgruppe, Arbeitsformate, Dauer
für Interessenten aus dem Raum Mannheim:
- Selbstständige, Unternehmer, Führungskräfte, Spezialisten, Fachkräfte, Existenzgründer
- Einzelcoaching
- Prozess begleitendes Coaching: In der Regel 5-8 Sitzungen von jeweils einer Zeitstunde.
- Intensivcoaching: 6 bis 8 Stunden an einem Tag. Ihr Nutzen: Tief gehende Bearbeitung Ihres Themas.
- Unsere Empfehlung im Anschluss: E-Mail-Coaching - zur Erinnerung an zeitliche Meilensteine!
Preise und Kontakt
Unsere Hinweise für Interessenten aus dem Raum Mannheim:
- Für Selbstständige und Existenzgründer sind Business-Coachings Betriebsausgaben, die zu 100 % steuerlich geltend gemacht werden können.
- Für Unternehmen, zur Fort- und Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter, sind Business-Coachings ebenfalls Betriebsausgaben, die zu 100 % steuerlich geltend gemacht werden können.
- Für Angestellte sind Business-Coachings Werbungskosten, die steuerlich geltend gemacht werden können - oder Investitionen, die oft vollständig von Ihrem Arbeitgeber übernommen werden. Bitte informieren Sie sich dazu vorher bei Ihrem Steuerberater, Ihrem zuständigen Finanzamt oder Ihrem Vorgesetzten!
» Infos zu Preisen bitte hier klicken!
» Zum Kontakt für Ihr individuelles Business-Coaching!
Die Arbeitsmethoden im Business-Coaching
für Interessenten aus dem Raum Mannheim:

Lösungs-und ressourcenorientiertes Arbeiten mit NLP und systemischem Coaching:
Was heißt NLP?
Neuro linguistisches Programmieren:
- Neuro – Verhalten wird über neuronale Prozesse gesteuert. Die Wahrnehmung wird über das Nervensystem und über unsere 5 Sinne gefiltert.
- Linguistisch – unsere Kommunikations- und Verhaltensmuster sind sprachlich miteinander vernetzt.
- Programmierung – Gelernte, blockierende Denk- und Verhaltensweisen können durch gezielte Interventionen verändert werden, d.h. in konstruktives Denken und erwünschtes Verhalten.
Was ist NLP?
NLP ist die Königsdisziplin, wenn es um wirkungsvolle Kommunikation und Veränderungsarbeit geht.
Wie wirkt NLP?
NLP verändert unsere Kommunikation, das Verhalten und schafft neue Handlungsmöglichkeiten:
- NLP ist eine Strategie erfolgreicher Menschen aus allen Lebensbereichen zur Erweiterung und Optimierung eigener Kompetenzen.
- NLP bietet hier eine Vielzahl praktischer Werkzeuge für effiziente Kommunikation.
- NLP ist eine der wirksamsten Methoden, um bei sich selbst und anderen verborgene Potenziale zu entfalten.
Was ist systemisches Coaching?
- Systemisches Coaching wird als ressourcen- und lösungsorientierte Prozessberatung verstanden: Der Klient ist Experte für seine Lösungen, der Coach ist Experte für den Weg zum Finden der Lösungen. Der Coach unterstützt den Klienten dabei, individuell passende Lösungen zu finden und gibt selbst keine Lösungen vor.
- Systemisches Coaching ist zielorientiert und anhand konkreter, mit dem Kunden erarbeiteter Zielkriterien überprüfbar.
- Systemisches Coaching betrachtet immer die Interaktion (Kommunikation beziehungsweise das Verhalten) im System, das heißt von mindestens zwei beteiligten Personen.
So finden Sie meine Praxis:
Nexus Coaching und Persönlichkeitstraining in Hirschberg, zwischen Mannheim, Ludwigshafen, Mannheim und Frankfurt.
Hirschberg an der Bergstraße liegt in der Metropolregion Rhein-Main-Neckar.
Es bestehen sehr gute Verkehrsanbindungen nach Mannheim, Mannheim, Ludwigshafen, Kaiserslautern, Saarbrücken, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Wiesbaden, Kassel, Hannover, Mainz, Koblenz, Trier, Darmstadt, Heilbronn, Stuttgart, Ulm, Augsburg, Nürnberg, München, Karlsruhe, Offenburg, Freiburg und Basel sowie ein direkter Autobahnanschluss an die A5 (Anschlussstelle Hirschberg).
Ihr Routenplaner nach Hirschberg:
» Klicken Sie hier für Ihre Reiseroute nach Hirschberg
In fünf Fahrminuten erreichen Sie den Bahnhof in Weinheim, in zehn Fahrminuten erreichen Sie den Hauptbahnhof in Mannheim, in fünfzehn Fahrminuten den Hauptbahnhof in Mannheim, in zwanzig Fahrminuten den Hauptbahnhof in Ludwigshafen. In vierzig Fahrminuten erreichen Sie den Flughafen in Frankfurt. In neunzig Fahrminuten erreichen Sie den Flughafen in Stuttgart.
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Mannheim
Die Universitätsstadt Mannheim ist mit etwa 310.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs. Die ehemalige Residenzstadt (1720–1778) der historischen Kurpfalz bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar. Von seiner rheinland-pfälzischen Schwesterstadt Ludwigshafen am Rhein (164.000 Einwohner) ist Mannheim durch den Rhein getrennt. Erstmals urkundlich erwähnt im Lorscher Codex 766, erhielt Mannheim 1607 die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte. Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim ist bis heute erhalten geblieben, auf sie ist die Bezeichnung Quadratestadt zurückzuführen.
Seit 1896 Großstadt, ist Mannheim heute bedeutende Handelsstadt und wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Frankfurt am Main und Stuttgart, unter anderem mit dem zweitgrößten Rangierbahnhof Deutschlands, dem City-Airport und einem der bedeutendsten Binnenhäfen Europas. Einige wichtige Erfindungen stammen aus Mannheim: Hier baute Karl Drais 1817 das erste Zweirad, 1886 rollte das erste Automobil von Carl Benz über die Straßen, und 1921 folgte der Lanz Bulldog. Im Jahr 1924 erhielt Hugo Stotz ein Patent für die Erfindung des Leitungsschutzschalters. Der Mannheimer Julius Hatry konstruierte 1929 das erste Raketenflugzeug der Welt. Mannheim ist Startort der Burgenstraße sowie Start- und Zielort der Bertha Benz Memorial Route.
Geographie
Mannheims Stadtbezirke (anklickbare Karte) Mannheim liegt im nördlichen Oberrheingebiet an der Mündung des Neckars in den Rhein. Die Stadtteile verteilen sich auf der rechten Rheinseite zu beiden Seiten des Neckars. Die Stadt liegt in der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar-Dreieck, einem 2,35 Millionen Einwohner zählenden Verdichtungsgebiet, das neben Teilen Südhessens und der rheinland-pfälzischen Vorderpfalz in Baden-Württemberg die beiden Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie die westlichen und südlichen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises umfasst. Innerhalb der Region Rhein-Neckar bildet Mannheim neben Heidelberg ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Mannheim übernimmt für die Gemeinden Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Ilvesheim und Ladenburg die Funktion eines Mittelbereichs. Ferner gibt es Verflechtungen mit Gemeinden in Hessen und Rheinland-Pfalz und den dortigen Mittelbereichen. Nächstgrößere Städte sind Frankfurt am Main, etwa 70 km nördlich, und Stuttgart, etwa 135 km südöstlich.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Mannheim ist in sechs innere und elf äußere Stadtbezirke gegliedert: Innenstadt/Jungbusch, Lindenhof, Neckarstadt-Ost/Wohlgelegen, Neckarstadt-West, Neuostheim/Neuhermsheim, Schwetzingerstadt/Oststadt sowie Feudenheim, Friedrichsfeld, Käfertal, Neckarau, Rheinau, Sandhofen, Seckenheim, Schönau, Vogelstang, Waldhof und Wallstadt. Die Stadtbezirke sind weiter untergliedert. → Liste der Stadtbezirke und Stadtteile von Mannheim In jedem der 17 Stadtbezirke gibt es einen Bezirksbeirat, der aus 12 im Stadtbezirk wohnenden Bürgern besteht. Die Bezirksbeiräte sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Entscheidungen werden vom Stadtrat oder durch einem Bürgerentscheid von der Gesamtbürgerschaft getroffen. Seit 2008 verfügen die Bezirksbeiräte über ein eigenes Budget, über dessen Verwendung sie in festgelegten Grenzen selbst entscheiden können. [2]
Innenstadt: Die „Quadrate“
→ Hauptartikel: Quadratestadt Grundrissplan von 1799, obere Hälfte Die hufeisenförmige Innenstadt Mannheims zwischen Rhein und Neckar ist gitterförmig angelegt, die „Mannheimer Quadrate“. Die Bismarckstraße verläuft vor der Front des Schlosses und verbindet die Enden der Ringstraßenabschnitte miteinander. Dazwischen liegen rechtwinklig angelegte Straßenzüge. Die Planung dieses Netzes geht auf Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz um 1600 zurück, sie ist bis heute erhalten geblieben. Die Innenstadt wird von zwei Hauptachsen durchzogen. Die auch als „Breite Straße“ bekannte Kurpfalzstraße verläuft vom Schloss bis zum Neckartor. Sie trifft am Paradeplatz auf die Haupteinkaufsstraße, die „Planken“. Die Parallelstraßen der beiden Hauptachsen tragen in aller Regel keinen Namen, statt dessen werden die dazwischenliegenden Quadrate aus einer Kombination von Buchstabe und Zahl benannt.
Architekturhistorisch wird die mittels der Straßenanordnung erzeugte städtebauliche Dominanz der Residenz als Abbild der absolutistischen Regierungsform interpretiert. Die Mannheimer Quadrate und besonders die sogenannte Breite Straße betonen das „neue“ Schloss. Die Prinzipien einer Idealstadt wurden in verschiedenen Residenzstädten des absolutistischen Barock wie Erlangen, Glückstadt oder Karlsruhe umgesetzt. Aber auch neuere Zeiten versuchen Ideale und Architektur in Verbindung zu setzen (Planstadt, Planhauptstadt).
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Mannheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Lampertheim und Viernheim (beide Kreis Bergstraße in Hessen), Heddesheim, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen, Heidelberg, Plankstadt, Schwetzingen, Brühl (alle mit Ausnahme der kreisfreien Stadt Heidelberg im Rhein-Neckar-Kreis) in Baden-Württemberg sowie Altrip, Ludwigshafen, Frankenthal und Bobenheim-Roxheim (alle mit Ausnahme der kreisfreien Städte Ludwigshafen und Frankenthal im Rhein-Pfalz-Kreis) in Rheinland-Pfalz.
Die Anfänge
Ein 1929 im Stadtteil Seckenheim ergrabener, vom Jahr 74 n. Chr. bis ins frühe 2. Jahrhundert betriebener Ziegelofen belegt eine Besiedlung in frühgeschichtlicher Zeit.[6] Das Dorf Mannenheim (= Heim des Manno) wurde im Jahre 766 erstmals im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Lange Jahre ein kleines, unbedeutendes Fischerdorf, fiel Mannheim 1284 an den Pfalzgrafen bei Rhein aus dem Hause Wittelsbach. Regionale Bedeutung erlangte die 1349 auf dem heutigen Lindenhof errichtete Zollburg Eichelsheim, die den Rheinschiffern einen Obolus abverlangte. 1415 wurde in ihr der abgesetzte Papst Johannes XXIII. im Auftrag des Kaisers Sigismund gefangengehalten.
Durch den Sieg in der Schlacht bei Seckenheim 1462 über das Heer seiner verbündeten Gegner, des Grafen von Württemberg, des Markgrafen von Baden und des Bischofs von Metz, begründete Kurfürst Friedrich von der Pfalz „der Siegreiche“ die pfälzische Vormachtstellung am mittleren Oberrhein. 1566 zählte Mannheim mit etwa 700 Einwohnern zu den größten Dörfern des Oberamts Heidelberg.
Entstehung einer Stadt
Am 24. Januar 1607 erhielt Mannheim die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz am 17. März 1606 den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte. Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim ist bis heute erhalten geblieben. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648), in dem Mannheim auf Seiten der Protestantischen Union kämpfte, wurde es erstmals 1622 durch Truppen zerstört. Infolge von Krieg und Seuchen kam es in Mannheim, das 1618 etwa 1200 Einwohner zählte, zu gravierenden Bevölkerungsverlusten.
Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz fand 1649 bei seiner Rückkehr in die Kurpfalz ein durch die Kriegszerstörungen weitgehend entvölkertes und wirtschaftlich ruiniertes Land vor. Der neue Regent setzte sich entschieden für den Wiederaufbau Mannheims ein, das wegen seiner günstigen Lage an der Mündung des Neckars in den Rhein als Mittelpunkt der Gewerbetätigkeit und des Handels in der Kurpfalz ausersehen war. Im Pfälzisch-Orleanschen Erbfolgekrieg erlitt Mannheim 1689 durch starken französischen Artilleriebeschuss und die nachfolgende Besetzung enorme Schäden. Nach der Zerstörung der Stadt war Kurfürst Johann Wilhelm (Pfalz) maßgeblich für den erneuten Wiederaufbau verantwortlich. Noch vor Abschluss des Friedensvertrages verfasste der Kurfürst 1697 eine Proklamation, in welcher er die Flüchtlinge und Auswanderer zur Rückkehr aufforderte. Nach dem Beginn der Wiederaufbauarbeiten stieg die Bevölkerungszahl recht schnell wieder an.
Residenzstadt der Kurpfalz
1720 verlegte Kurfürst Karl Philipp seinen Hof von Heidelberg nach Mannheim und begann den Bau des Mannheimer Schlosses (1760 gemeinsam mit der Jesuitenkirche vollendet). Mannheim wurde Residenzstadt der Kurpfalz, und es begann eine nur 58 Jahre dauernde, aber glanzvolle Prachtzeit der mittlerweile 25.000 Einwohner zählenden Stadt. Der kurpfälzische Hof förderte Kunst und Musik, Wissenschaft und Handel. Goethe, Schiller und Lessing weilten in Mannheim ebenso wie Mozart. 1778 verlegte Kurfürst Karl Theodor seine Residenz nach München, um seine bayerische Erbschaft antreten zu können. Damit setzte in Mannheim ein wirtschaftlicher und kultureller Aderlass ein.
Mannheim als badische Industriestadt
1795 wurde die Stadt von den Franzosen besetzt und daraufhin von österreichischen Truppen zurückerobert. 1803 verlor Mannheim endgültig seine politische Stellung: Im Zuge des Reichsdeputationshauptschluss fiel die Stadt an das Großherzogtum Baden, in dem es – geografisch an den nordwestlichen Rand gedrängt – lediglich den Status einer Grenzstadt einnahm. Historische Karte von Mannheim 1888 In der Klimakatastrophe 1816/17 mit Hungersnot und Pferdesterben erfand Karl Drais das Zweirad und damit den mechanisierten und 70 Jahre später motorisierten Individualverkehr. 1828 wurde der Rheinhafen, 1840 die erste badische Eisenbahnlinie von Mannheim nach Heidelberg eröffnet. Geprägt vom wirtschaftlichen Aufstieg des Bürgertums, begann allmählich eine weitere Blütezeit Mannheims. In der Märzrevolution von 1848 war die Stadt ein Mittelpunkt der politischen und revolutionären Bewegung.
1865 gründete Friedrich Engelhorn die Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF), die dann allerdings später teilweise nach Ludwigshafen verlegt wurde. Aus der Farbenfabrik wurde das bis heute größte Chemieunternehmen der Welt. 1886 ließ Carl Benz sein „Veloziped mit Gasmotorenbetrieb“ patentieren. 1909 gründeten Karl Lanz und Johann Schütte die Firma Schütte-Lanz, die insgesamt 22 Luftschiffe baute. Die Firma war Hauptkonkurrent der Zeppelin Werke. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte die Heinrich Lanz AG mit dem „Bulldog“ den erfolgreichsten Schweröl-Traktor vor. Der von Prosper L'Orange bei den Motorenwerken Mannheim erfundene Vorkammer-Dieselmotor wurde bei Benz & Cie zum 1923 weltersten kompakten Fahrzeug-Dieselmotor weiterentwickelt. 1922 wurde das Großkraftwerk Mannheim in Betrieb genommen. Die Stadt zählte um 1930 gemeinsam mit der Schwesterstadt Ludwigshafen, die sich aus der alten Mannheimer Rheinschanze entwickelte, 385.000 Einwohner.
Plätze
Wasserturm mit Brunnenanlage und Park auf dem Friedrichsplatz Der Friedrichsplatz liegt im Osten der Innenstadt. In seinem Zentrum steht das Wahrzeichen Mannheims, der 60 Meter hohe Wasserturm. Er wurde 1889 im Neubarock-Stil erbaut und wird gekrönt von einer 3,50 Meter großen Statue der Amphitrite. Der Platz um ihn herum wurde bis 1903 von Bruno Schmitz mit Brunnen, Wasserspielen, Laubgängen und Grünanlagen im Jugendstil gestaltet. Die Wasserspiele werden im Sommer nach Einbruch der Dunkelheit eine Stunde lang illuminiert. Im Winter befindet sich zwischen dem Wasserturm und dem Tritonenbrunnen ein Weihnachtsmarkt. Das östliche Halbrund des Friedrichsplatzes begrenzen Arkadenhäuser mit roten Sandsteinfassaden. In der Nord-Süd-Achse des Wasserturms wurden Kunst- und Festhalle errichtet. Die Kunsthalle – 1907 von Hermann Billing erbaut und 1983 mit einem Erweiterungsbau versehen – korrespondiert mit ihrem roten Sandstein mit der bereits vorhandenen Bebauung am Friedrichsplatz. Der Rosengarten – dessen Name sich von einem alten Gewannnamen ableitet – wurde 1903 als Festhalle eröffnet und beherbergte damals mit dem Nibelungensaal den größten Saal Deutschlands.
Heute findet sich dort ein Kongress- und Tagungszentrum. Neben dem Wasserturm am Friedrichsplatz gibt es in Mannheim knapp 20 weitere historische Wassertürme. → Siehe auch: Liste der Wassertürme in Mannheim Paradeplatz Vom Friedrichsplatz führt westlich die Fußgängerzone Planken zum zentralen Platz Mannheims dem Paradeplatz. Er diente ursprünglich den Kurfürsten für Truppenparaden. Im Zentrum des Platzes befindet sich die Grupello-Pyramide. Sie wurde 1711 von Gabriel de Grupello für Kurfürst Johann Wilhelm erschaffen und im Düsseldorfer Schlossgarten aufgestellt. Karl Philipp ließ sie 1743 über den Rhein nach Mannheim bringen. Die Pyramide trägt den Namen „Allegorie der herrscherlichen Tugenden“ und stellt den Triumph der fürstlichen Tugenden dar. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Paradeplatz mit Grünflächen gestaltet, die von sternförmig auf die Grupello-Pyramide zulaufenden Wegen durchtrennt werden. An der Südseite des Platzes erbaute man bis 1746 das alte Kaufhaus, in dem sich zunächst Geschäfte und ab 1909 das Rathaus befanden. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es nicht wiederaufgebaut, sondern man errichtete bis 1991 das Stadthaus, in dem Geschäfte, die Stadtbibliothek und der Gemeinderat ihren Platz fanden. An den Planken wurde 2003 das Mahnmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus errichtet.
Auf dem Glaskubus sind in Spiegelschrift die Namen der jüdischen Opfer aus Mannheim angebracht. Der Kubus selbst wurde schräg aufgestellt, so dass er auf den Mittelpunkt des Paradeplatzes weist. Marktplatz an der „Breiten Straße“ mit Wochenmarkt Brunnendenkmal von Peter van den Branden aus dem Jahr 1719 Der Marktplatz liegt nördlich des Paradeplatzes an der Fußgängerzone Breite Straße im Zentrum der Unterstadt. In seiner Mitte befindet sich ein Brunnendenkmal aus dem Jahr 1719. Es wurde von Peter van den Branden geschaffen und im Heidelberger Schlossgarten aufgestellt. Kurfürst Karl Theodor machte es dann 1767 der Stadt Mannheim zum Geschenk.
Die Figuren des Monuments, die ursprünglich die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer symbolisierten, wurden dabei so umgestaltet, dass sie nun eine Allegorie auf Mannheim, Handel, Rhein und Neckar darstellen. An der Südseite des Marktplatzes ist ein barocker Doppelbau, der vermutlich das noch älteste erhaltene Gebäude Mannheims ist: das alte Rathaus und die untere Pfarrkirche St. Sebastian wurden bis 1713 erbaut. In der Mitte sind beide mit einem Glockenturm verbunden, der in einen mehrfach gestuften Helm mündet. Auf die Funktion weisen die unterschiedlichen Bildhauerarbeiten an der Fassade hin. Am Alten Rathaus befinden sich Justitia und Atlanten an der Pfarrkirche Pietas und Engelfiguren. Das Glockenspiel ertönt dreimal täglich.
Profanbauten
Ehrenhof des Schlosses Das Schloss war die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz. 1720–1760 erbaut, ist es nach Versailles die größte geschlossene Barockanlage Europas. Die zur Innenstadt zeigende Schaufront weist eine Länge von 440 Meter auf und ist damit Endpunkt von sieben Parallelstraßen. An der Ausgestaltung waren unter anderen Alessandro Galli da Bibiena, Egell, Rabaliatti, Pigage und Cosmas Damian Asam beteiligt. Im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört, wurde das Schloss bis 1968 in vereinfachter Form wiederaufgebaut. Bis 2006 wurde das Dach des Corps de Logis in originalgetreuer Form wiederhergestellt, dank einer großzügigen Spende von Hasso Plattner. Seit April 2007 bietet das Mannheimer Schloss mit seinem neu eröffneten Schlossmuseum wieder Einblick in das Leben im Barock und Empire. Im Krieg zerstörte Räume wurden rekonstruiert, um hochwertigen Ausstellungsstücken eine Kulisse zu bieten.
Der Besucher erhält Einblick in das Leben der pfälzischen Kurfürsten (besonders Carl-Theodor) und der badischen Prinzessin Stéphanie von Baden, einer adoptierten Tochter des französischen Kaisers Napoléon I. Die Neckarufer-Nord-Bebauung, umstrittenes Symbol Mannheims. Das Zeughaus stammt aus dem Jahr 1779. Es wurde von Peter Anton von Verschaffelt im klassizistischen Stil erbaut. Seit 1918 beherbergte es die Sammlungen von Carl Reiß, seit 1956 war es Sitz des Reiß-Museums. Bis 2007 wird das Gebäude aufwändig renoviert. Ebenfalls nach Plänen von Verschaffelt wurde bis 1788 das klassizistische Palais Bretzenheim errichtet, das Kurfürst Karl Theodor seiner Mätresse und ihren Kindern schenkte. 1899 wurde das Gebäude Sitz der Rheinische Hypothekenbank, seit 2004 wird es vom Amtsgericht Mannheim genutzt. Der Fernmeldeturm ist mit 212,8 Metern das höchste Gebäude der Stadt. Er wurde nach Plänen von Heinle und Schlaich 1975 gebaut.
In einer Höhe von 125 Metern befinden sich ein Drehrestaurant und eine Aussichtsplattform, von der man einen weiten Rundblick über Mannheim und das Umland hat. Fünf der sechs höchsten Hochhäuser Baden-Württembergs stehen in Mannheim. Sie wurden alle an der äußeren Seite des Innenstadtrings gebaut. Bereits 1975 wurden die drei Wohntürme der Neckaruferbebauung Nord und das Appartementhaus Collini-Center erbaut. Der Victoria-Turm wurde 2001 fertiggestellt und ist das höchste Bürohaus der Stadt. Alle fünf Hochhäuser sind mit 95–97 Metern ungefähr gleich hoch.
Parks und Grünflächen
Der Luisenpark ist mit 41 Hektar der größte Stadtpark. Er wurde 1903 angelegt (Unterer Luisenpark) und zur Bundesgartenschau 1975 erweitert (Oberer Luisenpark). Nahe der Innenstadt am Neckar gelegen, bietet der obere Teil zahlreiche Attraktionen wie Pflanzenschauhaus, chinesischer Teegarten, Schmetterlingshaus, Gondolettas und Seebühne. Der untere Teil ist frei zugänglich und geschichtlich interessant. Der Herzogenriedpark war ebenfalls Bestandteil der Bundesgartenschau.
Mit 22 Hektar etwas kleiner als sein „großer Bruder“ liegt er nördlich der Neckarstadt. Sehenswert sind das Tiergehege, das Rosarium und die Multihalle mit einer zeltartigen Dachkonstruktion, die nach einem Entwurf von Frei Otto entstand. Der Schlossgarten erstreckt sich hinter dem Schloss bis zum Rhein und ist mit 38 Hektar der zweitgrößte Park Mannheims. Die Großherzogin Stephanie ließ ihn ab 1808 als Englischen Garten auf den entfernten Bastionen der barocken Stadtbefestigung anlegen.
Leider hat der Park durch die 1863–1867 erbaute Eisenbahnlinie, die ab 1959 erbauten Bundesstraßen mit ihren zahllosen Auf- und Abfahrten und die Stadtbahnlinie nach Ludwigshafen viel von seinem Reiz verloren. Das Grün ist teilweise auf ein paar trostlose Verkehrsinseln zurückgedrängt. Am ehesten ist der frühere Reiz noch im Südteil in Richtung Lindenhof erkennbar. Am Westende, im sogenannten Friedrichspark, befindet sich das frühere Eisstadion. Der Waldpark mit der dazugehörigen Reißinsel ist eine der größten naturbelassenen Auen am Rhein.
Die Halbinsel gehörte Carl Reiß, der sie der Stadt mit der Auflage vermachte, sie in ihrem naturbelassenem Zustand zu erhalten und den Bürgern der Stadt zugänglich zu machen. Zahlreiche seltene Vogelarten, wie Schwarzspechte, Graureiher und Milane, aber auch Neozoen wie Halsbandsittiche und Kanadagänse können auf der Reißinsel beobachtet werden. Im Jahr 2000 waren in Mannheim über 29 Prozent der Stadtgebietsfläche als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
Sport
SAP-Arena Carl-Benz Stadion: Spielstätte des SV Waldhof-Mannheim Die zuschauerträchtigste Sportart in Mannheim ist das Eishockey. Die Adler Mannheim (früher Mannheimer ERC) waren 1980, 1997–1999, 2001 und 2007 deutscher Eishockeymeister. Ihre Heimspiele tragen sie wie die Rhein-Neckar Löwen seit 2005 in der SAP-Arena aus. Die Rhein-Neckar Löwen sind ein Handball-Bundesligist. Die größten Erfolge der Löwen waren das Erreichen des Halbfinals in der Champions League 2009 sowie der zweite Platz im DHB-Pokal 2010. Immer noch überregional bekannt, auch wenn die größten Erfolge schon länger zurückliegen, sind die beiden Fußballvereine VfR Mannheim (Deutscher Fußballmeister 1949) und SV Waldhof Mannheim (Bundesligist 1983–1990). Der Deutsche Basketball Bund spielt seit 1958 in Erinnerung an Albert Schweitzer jedes zweite Jahr im Frühjahr in Mannheim auf seinem Europa-Jugend-Basketballturnier das Albert-Schweitzer-Turnier für Jugend-Nationalmannschaften aus. Dieses internationale Freundschaftstreffen, im Sinne des Arztes und Friedensnobelpreisträgers, ist weltweit eines der wichtigsten und am besten besetzten Basketballturniere für Jugendmannschaften, an dem auch schon zahlreiche spätere NBA-Profis teilgenommen haben.
Der TK Grün-Weiss Mannheim spielt erfolgreich in der Tennis-Bundesliga. Der Klub war 1922, 1993, 1996, 2005, 2007 und 2010 deutscher Mannschaftsmeister. Der Leichtathletik-Verein MTG Mannheim bringt seit seiner Gründung immer wieder herausragende Athleten hervor. National erfolgreich sind momentan insbesondere die Sprinterinnen. Kirsten Bolm gewann 2006 bei den Leichtathletikeuropameisterschaften in Göteborg über den Hürdensprint Silber. Unterstützt durch die große amerikanische Kolonie der US-Army in Mannheim konnte der Baseball-Sport in der Vergangenheit große Erfolge feiern. Die Mannheimer Vereine Knights, VfR, Amigos und Tornados konnten zwischen 1954 und 1997 neunzehnmal die deutsche Baseballmeisterschaft gewinnen. Ebenso unterstützt durch die Amerikaner gründete sich 1978 der American Footballverein die Mannheim-Redskins. Spiele in der 1. Bundesliga und folgend weiteren Ligen brachten erste Erfolge. In den 1950er und 60er Jahren weltweit und bis in die 1990er national erfolgreich war der Radsport-Verein RRC Endspurt Mannheim.
Hervorzuheben sind insbesondere Willi und Rudi Altig unter dem Trainer Karl Ziegler. Der Segelflugverein Mannheim ist ein Streckenflugverein und betreibt seine Aktivitäten auf dem City-Airport Mannheim. Er fliegt in der ersten Segelflug-Bundesliga und hat mehrmals deutsche und internationale Meister gestellt. Aus dem seit 1876 bestehenden Ruderverein Mannheimer RV Amicitia gingen in der Vergangenheit einige bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen erfolgreiche Sportler hervor. Auch der 1875 gegründete Ruderverein Mannheimer Rudergesellschaft Baden (kurz MRG Baden) hat bekannte Ruderer hervorgebracht, wie Filip Adamski. Der Wassersportverein Mannheim-Sandhofen wurde 1925 gegründet. Er stellte Weltmeister und Olympia-Sieger im Kanurennsport. Mannheim war mehrfach Austragungsort hochkarätiger Sportveranstaltungen wie der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 (zusammen mit Köln), der Handball-Weltmeisterschaft der Herren 2007, der Europameisterschaft der Springreiter 2007, der ersten Deutschen Meisterschaft im Einzelvoltigieren 1986 sowie der Weltmeisterschaften im Voltigieren 2000.
Wirtschaft
Im Jahr 2007 waren von den 158.785 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 33,0 Prozent im produzierenden Gewerbe, 23,7 Prozent in Handel, Gastgewerbe und Verkehr und 43,0 Prozent im sonstigen Dienstleistungssektor tätig.[15] Die Arbeitslosenrate lag im Dezember 2008 bei 7,6 Prozent.[16] Obwohl Mannheim spätestens seit den 1970ern von einem tiefgreifenden Strukturwandel geprägt ist, der gezeichnet ist von einem Abbau von industriellen Arbeitsplätzen und der Zunahme des Dienstleistungssektors, ist die Metall- und die chemische Industrie immer noch sehr präsent. Am stärksten ist die Elektro- und Maschinenbauindustrie.
Zu den größten Unternehmen zählen Daimler (Motoren), EvoBus (Omnibusse), ABB (Elektro- und Automationstechnik), Alstom (Kraftwerke), Bombardier Transportation (elektrische Ausrüstung von Triebwagen), John Deere (Landmaschinen), MWM (Motorenwerke Mannheim), Pepperl+Fuchs (Fabrik- und Prozessautomation) und WIMA (Elektronik-Bauelemente). Die chemische Industrie ist vertreten mit Roche (Pharma und Diagnostika), SCA Hygiene (Zellulose- und Papierprodukte wie 'Zewa'), Fuchs Petrolub (Schmierstoffe), Unilever (Dove-Seifen), Reckitt Benckiser (Haushaltsreiniger), Phoenix (Pharmahandel) und Deutsche Hutchinson (Gummi-Erzeugnisse).
Der Finanzplatz Mannheim ist nicht mehr führend wie um 1900, hat aber immer noch große Bedeutung insbesondere mit seinen Versicherungsunternehmen. Die Mannheimer Versicherungen und die Inter Versicherungen haben hier ihren Sitz. Eine der vier Unternehmenssitze der LBBW befindet sich in Mannheim, die Neue Rechtsschutz Versicherung unterhält ein zentrales Schadensbüro, die SV SparkassenVersicherung eine wichtige Niederlassung, die Ergo Versicherungsgruppe hat hier ebenfalls einen Standort.
Die Nahrungsmittelbranche wird vertreten durch Südzucker, Birkel Teigwaren, die Eichbaum-Brauereien, der Pfalzmühle Mannheim (ein Unternehmen der Neusser Werhahn Gruppe) sowie Bunge Deutschland (Öl- und Getreidesaatverarbeitung). Der Bauindustrie gehören Bilfinger Berger und Diringer & Scheidel an, aus dem Bereich Handel ist Bauhaus, Kaufland und Engelhorn vertreten. Mit dem Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus (Brockhaus, Duden, Langenscheidt, Meyer) und dem Verlag Edition-Panorama, bekannt geworden durch die Reihe New-York Vertical des Mannheimer Fotografen Horst Hamann, sind bedeutende Verlage in Mannheim ansässig. Die MVV Energie ist der größte kommunale Energieversorger in Deutschland. Auf dem Mannheimer Maimarktgelände finden regelmäßig große Messen statt. Die bedeutendste ist der fast 400-jährige Mannheimer Maimarkt, der mit 1.400 Ausstellern und 350.000 Besuchern Deutschlands größte regionale Verbraucherausstellung ist. Aber auch kleinere Messen wie die Veterama haben ein europaweites Einzugsgebiet.
Straße
Hauptverkehrsstraßen Die Agglomeration Mannheim/Ludwigshafen ist von einem Autobahnring mit insgesamt sieben Autobahnkreuzen umgeben. Im Norden und Osten umschließt die Bundesautobahn 6 (Saarbrücken–Nürnberg) das Stadtgebiet, den Autobahnring vervollständigt die linksrheinische A 61 im Westen und Süden Ludwigshafens. Im Nordosten Mannheims zweigt die A 67 nach Darmstadt und Frankfurt ab, im Osten die A 656 nach Heidelberg und die A 659 nach Weinheim. Weiter im Osten verläuft parallel die A 5 (Frankfurt–Basel). Durch die Stadt führen die Bundesstraßen 36, 37, 38, 38a und 44. → Straßenverkehr in Mannheim
Schiene/ÖPNV
Mannheim ist der zweitgrößte Eisenbahnknoten in Südwestdeutschland. 2010 hielten im Hauptbahnhof täglich 238 Fernverkehrszüge. Über eine ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke besteht seit 1991 eine schnelle und leistungsfähige Verbindung in die Region Stuttgart. Ein ICE auf der westlichen Riedbahneinführung. Mit der Neubaustrecke Rhein/Main–Rhein/Neckar ist eine vergleichbare Anbindung an die benachbarte Rhein-Main-Region in Planung, nachdem bereits seit der Eröffnung der Westlichen Einführung der Riedbahn (WER) 1985 von Frankfurt kommende Züge halten können, ohne im Hauptbahnhof wenden zu müssen. Seit 2007 führt die Europäische Hochgeschwindigkeitsverbindung Paris-Frankfurt (LGV Est européenne) durch Mannheim. Der Rangierbahnhof ist nach Maschen der zweitgrößte in Europa. 2005 wurden täglich 30 internationale, 60 nationale und 440 regionale Güterzüge abgefertigt. Seit 2003 fährt die S-Bahn RheinNeckar, die fast den gesamten Rhein-Neckar-Raum erschließt und Linien bis in die Pfalz, den Odenwald und nach Südhessen führt. Alle S-Bahn-Linien fahren über den Mannheimer Hauptbahnhof. Weitere S-Bahn-Stationen sind Mannheim-Rangierbahnhof, Mannheim-Seckenheim und Mannheim-Friedrichsfeld Süd.
Den öffentlichen Nahverkehr in Mannheim versorgt seit 1878 die Straßenbahn. Zehn Stadtbahn- und zahlreiche Buslinien der RNV sind heute in Betrieb. Alle öffentlichen Verkehrsmittel können zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar benutzt werden. Zusätzlich gibt es in Mannheim mit 90 Fahrzeugen in 10 Stadtbezirken ein gut ausgebautes Carsharing-Angebot, das den ÖPNV als so genannte vierte Säule des Umweltverbundes ergänzt. Deswegen ermöglichen Kooperationen des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar und der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) mit Stadtmobil Rhein-Neckar Besitzern von ÖPNV-Jahresabonnements einen leichten Einstieg beim Carsharing. Das in den 1970ern begonnene U-Bahn-Netz Mannheim-Ludwigshafen wurde bis auf kleine Teilstücke aus Kostengründen nicht realisiert. Die einzige unterirdische Station in Mannheim ist die Haltestelle Dalbergstraße. Die U-Bahn-Planungen wurden mittlerweile eingestellt. → Nahverkehr in Mannheim
Medien
Fernmeldeturm Neben der Mannheimer Tageszeitung Mannheimer Morgen bieten die Ludwigshafener Rheinpfalz, die Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung und die Bild Rhein-Neckar einen Lokalteil für Mannheim. Hinzu kommen mit wöchentlicher Erscheinungsweise der Mannheimer Blick am Sonntag und das Wochenblatt Mannheim mit dem Amtsblatt, sowie das monatlich erscheinende Stadtmagazin Meier. In fast allen Stadtteilen werden kostenlose Stadtteilzeitungen verteilt. Als regionaler Fernsehsender für das Rhein-Neckar-Dreieck ist das Rhein-Neckar Fernsehen in Mannheim beheimatet. In Mannheim befindet sich auch ein Studio des Südwestrundfunks (SWR).
Von hier wird unter anderem das Regionalprogramm Kurpfalz-Radio ausgestrahlt. Seit 2004 sendet die Europazentrale von AFN ihr Programm von Sandhofen aus, das Lokalprogramm AFN Heidelberg wird in Seckenheim produziert. Ebenfalls in Mannheim ansässig sind die privaten Hörfunksender big FM, Radio Regenbogen und sunshine live. Seit dem Jahr 2000 sendet der bermuda.funk – das Freie Radio Rhein Neckar aus der Alten Feuerwache. Vor Ort dominierend ist die Dr.-Haas-Mediengruppe, der Mannheimer Morgen, Radio Regenbogen und big FM gehören. → Medien im Rhein-Neckar-Dreieck
Behörden und Institutionen
In Mannheim gab es bis 1971 eine kommunale Polizei. Seit 1971 ist die Landespolizei Baden-Württemberg für Mannheim zuständig. Das Polizeipräsidium Mannheim wird von Polizeipräsident Gerhard Klotter geleitet. Dem Polizeipräsidium unterstehen die Polizeireviere Innenstadt, Oststadt, Neckarstadt, Neckarau, Käfertal, Sandhofen und Ladenburg, jeweils mit ihren dazugehörenden Polizeiposten. Außerdem die Wasserschutzpolizeistation, das Autobahnpolizeirevier, der Verkehrsdienst, sowie die Polizeireiter- und Hundeführerstaffel. Seit 1965 gibt es beim Polizeipräsidium Mannheim ein Polizeimusikkorps.
In der Stadt gibt es Honorarkonsulate der Französischen Republik und der Republik Niger. In Mannheim ist der Sitz der Geschäftsstelle des Verbands Region Rhein-Neckar und des Nachbarschaftsverbands Heidelberg-Mannheim. Ferner sind hier die Handwerkskammer und die IHK Rhein-Neckar ansässig, deren Kammerbezirke jeweils die Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie den Rhein-Neckar-Kreis und den Neckar-Odenwald-Kreis umfassen. Auch gibt es eine Agentur für Arbeit und zwei Finanzämter. Die Justizvollzugsanstalt Mannheim ist mit über 800 Haftplätzen die größte in Baden-Württemberg. Aufgrund der Einwohnerzahl besitzt Mannheim eine Feuerwehr aus Freiwilligen und hauptamtlichen Kräften. Zwei große Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben ihren Hauptsitz in Mannheim: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe sowie die Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution. Außerdem ist Mannheim Sitz eines Kirchenbezirks der Evangelischen Landeskirche in Baden und eines Dekanats des Erzbistums Freiburg.
Bildung
Haupteingang der Universität Mannheim Hochschule der Bundesagentur für Arbeit Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst IDS Institut für deutsche Sprache Der Schulreformer Joseph Anton Sickinger entwickelte zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Mannheimer Schulsystem. Von ihm gingen wichtige Beiträge zum Bildungswesen aus. Tertiärer Bildungsbereich * Universität Mannheim, 1907 als Handelshochschule gegründet, ist sie seit 1967 Universität.
Ihre Wirtschafts- und Sozialwissenschaften belegen in Hochschulrankings regelmäßig in Deutschland und weltweit Spitzenplätze. Rund 10.000 Studenten sind hier immatrikuliert. * Medizinische Fakultät Mannheim, der Universität Heidelberg angegliedert, mit 1400 Studenten. * Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, gegründet 1978. Der Fachbereich Bundeswehrverwaltung ist in Mannheim angesiedelt. Rund 350 Studenten haben sich eingeschrieben. * Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, 2006 aus der Fachhochschule des Bundes hervorgegangen, bietet für 900 Studienplätze Bachelor-Abschlüsse. * Hochschule Mannheim, ursprünglich 1898 als Ingenieurschule gegründet, seit 1971 Fachhochschule für Technik. Durch die Fusionen 1995 mit der Fachhochschule für Gestaltung und 2006 mit der Fachhochschule für Sozialwesen sind an ihr heute 4.500 Studenten eingeschrieben.
* Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, Nachfolger der 1762 gegründeten Academie de Danse und einer 1776 gegründeten privaten Tonschule am Hofe Carl Theodors, hat etwa 630 Studenten. * Freie Hochschule für anthroposophische Pädagogik Mannheim, bildet Lehrer nach den anthroposophischen Grundlagen der Waldorfpädagogik aus. * Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, als Berufsakademie im Rahmen eines Modellversuchs 1974 gegründet, gehört mit 5.300 Studenten heute zu den größten drei Standorten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. * Popakademie Baden-Württemberg, gegründet 2003, bietet die deutschlandweit einzigartige Institution die Studiengänge Musikbusiness und Popmusikdesign an. * Akademie für Betriebswirtschaft und Welthandelssprachen (ABW), gegründet 1956, Private Business School in E1 * Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik, gegründet 1961, ist sie heute die höchste zentrale Bildungseinrichtung der Bundeswehrverwaltung und zuständig für die Laufbahnsausbildung Fachrichtung Wehrtechnik. * Bundeswehrverwaltungsschule I (Technik), bietet Aus- und Fortbildung für Beamte des technischen Dienstes. * Theaterakademie Mannheim, ist eine staatlich anerkannte Berufsfachschule für Schauspiel und Regie und wurde 1994 gegründet. Seit 2006 arbeitet die Schauspielschule unter neuer Leitung. * Hochschule der Wirtschaft für Management, eröffnet 2011, ist eine staatlich anerkannte Hochschule.
Forschungszentren und Institute
* Institut für Deutsch-Türkische Integrationsstudien: Islamstudien-Islamische Ernährung, islamische Seelsorge-Rhein Neckar Metropol * Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik (IMGB), 1998 von den Universitäten Heidelberg und Mannheim gegründet, ist deutschlandweit eines der renommiertesten Zentren für die Forschung auf den Gebieten Medizin- und Gesundheitsrecht sowie Bioethik. * Institut für Deutsche Sprache, 1964 gegründet widmet es sich der Sprachforschung. * Institut für Mittelstandsforschung, erforscht seit 1989 empirisch und interdisziplinär die Entwicklung der mittelständischen Wirtschaft. * Forschungsgemeinschaft für elektrische Anlagen und Stromwirtschaft, fördert die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Versorgung mit elektrischer Energie. * Forschungsgruppe Wahlen, erforscht Wählerverhalten und beobachtet gesellschaftliche Trends und Stimmungen.
* Internationales Institut für Berufsbildung Mannheim, untersteht dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg * Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung, zuständig für Grund- und Hauptschulen * Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung, erforscht seit seiner Gründung 1989 die gesellschaftliche, soziale und politische Entwicklung in Europa. * Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, arbeitet seit 1991 auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung. * GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, ehemals Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA), beobachtet und analysiert die gesellschaftliche Entwicklung mit sozialen Indikatoren. * Goethe-Institut, Das Goethe Institut Mannheim hat seinen Sitz im Stadtteil Niederfeld. * Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte, 1907 gegründet, erforscht die Geschichte Mannheims
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Systemisches Coaching
Systemisches Coaching ist Beratung zu Fragen des beruflichen Kontextes mit dem Ziel einer Problem(auf)lösung durch konstruktiv(istisch)e Konversation.
Coaching wird dabei als ressourcen- und lösungsorientierte Prozessberatung verstanden: Der Klient ist Experte für seine Probleme und Lösungen, der Coach ist Experte für den Weg zum Finden der Lösungen. Der Coach unterstützt den Kunden dabei, individuell passende Lösungen zu (er-)finden und gibt selbst keine Lösungen vor. Dies geschieht durch verschiedene systemische Interventionen (meist Fragetechniken sowie Metaphern, Externalisierungs- und Verflüssigungstechniken, Tetralemma, etc.).
Systemisches Coaching ist zielorientiert und anhand konkreter, mit dem Kunden erarbeiteter Zielkriterien evaluierbar. Systemisches Coaching betrachtet immer die Interaktion (Kommunikation beziehungsweise das Verhalten) im System, das heißt von mindestens zwei Personen – nicht einer ist „bad, mad or sad“.
Der Coachee (Klient) analysiert seinen „Beitrag“ und seine Möglichkeiten in der Interaktion. Dann entwickelt er Alternativen zum Problemverhalten oder zu seinen Sichtweisen (lösungs- und ressourcenorientierter Ansatz). Die Veränderungen auf Seiten des Coachee finden bezüglich seines Verhaltens und / oder seiner Sichtweisen (Konstruktionen) statt. Hierbei helfen unter anderem auch sogenannte zirkuläre Fragen – der Coachee antwortet und reflektiert dabei die Situation aus einer anderen Perspektive; oder er imaginiert die Lösung durch die sogenannte Wunderfrage. Der Klient beschreibt die mögliche/gewünschte Lösung und analysiert die Faktoren, die zu ihrer Realisierung notwendig sind beziehungsweise die Lösung bedingen. Aus diesen Erkenntnissen heraus plant der Coachee sein (neues) Verhalten und/oder verändert seine Sichtweisen (Konstruktionen) auf das Problem.
Das erste Mal wird der Begriff „Systemisches Coaching“ 1991 von Peter-W. Gester verwendet. Die Grundlagen des Systemischen Coachings bilden die Erkenntnisse der Systemtheorie (vor allem Niklas Luhmanns), die Philosophie des radikalen Konstruktivismus (Heinz von Foerster, Humberto Maturana und Ernst von Glasersfeld) und die Ansätze der Systemischen Therapie (Steve de Shazer, Insoo Kim Berg, Kurt Ludewig). Ein Modell des Systemischen Coachings ist das Kieler Beratungsmodell, das in den 80er Jahren von Uwe Grau begründet wurde. Ein weiteres Konzept des Systemischen Coachings wurden von König/Volmer aus der Systemischen Organisationsberatung, die auf der Personalen Systemtheorie (Bateson/Watzlawick) basiert, weiterentwickelt. In Wien begründete Tom Hansmann das systemisch-lösungsorientierte Coaching nach dem Wiener T-A-Z-A-Modell.
Ein spät- oder postsystemisches Coaching-Modell ist das MATRIX-Coaching (missing-link-institut). Hier werden anhand biografischer Analysen die Selbstreflexion und damit die Bedeutung lebenslauf-relevanter Daten und deren Interpretation in den Vordergrund gestellt. Damit wird auch der Zusammenhang zwischen dem Coaching-Prozess und der Person als Ganzes beleuchtet. Dies gilt sowohl für den Coach während seiner Ausbildung (Selbsterfahrung) als auch für den Klienten, wenn neben der Handlungsebene und der Ebene psychologischer Muster (Deutero-Lernen) die existenzielle oder Sinn-ebene relevant wird. Systemisch-konstruktivistische Instrumente (Tools) erhalten damit eine neue, nämlich tatsächlich instrumentelle (Werkzeug-)Bedeutung. In diesem neuen Kontext wandern sie damit aus dem Mittelpunkt in den Bereich der Hilfsmittel, die nur im übersichtlichen Kontext „in einer überlegten Partie“ (Ernst Jünger) angewendet werden.
Fischer-Epe setzt sich in der Neuausgabe von „Coching – Miteinander Ziele erreichen“ (2011) kritisch mit der Bezeichnung „Systemisches Coching“ auseinander. Sie hält dieses Label für zu einschränkend. Das Systemische sei im Coaching immer nur eine neben weiteren wichtigen Grundlagen. „Mit gleicher Plausibilität könnte man von psychologischem, konstruktivistischem, phänomenologischem, entwicklungsorientiertem, humanistischem, dialogischem, neurowissenschaftlichem oder integrativem Coaching sprechen.“ (Fischer-Epe, S. 260) Außerdem sei die Bezeichnung „Systemisches Coaching“ verwirrend. Im Unterschied zur systemischen Organisationsberatung oder zur systemischen Familientherapie, in denen das ganze System in die Beratung einbezogen werde, könne das System im Coaching bloß reflektiert werden. „Die besondere Stärke und Bedeutung des Einzelcoachings ist aber gerade, dass hier das Individuum im Mittelpunkt steht.
Die Organisation und die darin bestehenden Spielregeln, Wirkungen und Wechselwirkungen werden zwar reflektiert und der Coach kann den Coachee darin unterstützen, sich individuell besser im System zurechtzufinden und erfolgversprechender zu verhalten – und damit oft auch konstruktive Entwicklungen in seinem Umfeld anzustoßen. Aber es bleibt doch die individuelle Sicht eines Einzelnen, bestenfalls zweier Personen, auf ein System.“ (Fischer-Epe, S. 261)
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Coaching
Coaching ist die lösungs- und zielorientierte Begleitung von Menschen, vorwiegend im beruflichen Umfeld, zur Förderung der Selbstreflexion sowie der selbstgesteuerten Verbesserung der Wahrnehmung, des Erlebens und des Verhaltens. Der Coach begleitet den Klienten bei der Realisierung eines Anliegens oder der Lösung eines Problems. Ziel des Coachings im beruflichen Kontext ist vor allem die Verbesserung der Lern- und Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung der Ressourcen des Klienten. Eine enge Definition von Coaching versteht darunter ausschließlich das Coaching von Führungskräften. Der Begriff Coaching wird darüber hinaus oft verwendet im Zusammenhang mit anderen Beratungsformen, wie der Fachberatung, des Trainings von Fähigkeiten und der Schulung. In der Fachliteratur werden diese Arten der Beratung aber nicht zum Coaching gezählt, sondern davon als Consulting, Training und Teaching abgegrenzt. Über den beruflichen Bereich hinaus wird Coaching mehr und mehr in der Lebensberatung bei privaten Problemen und Konflikten angewandt. Es befasst sich aber ausdrücklich nicht mit der Behandlung psychischer Störungen und grenzt sich dadurch von der Psychotherapie ab. Im Gegensatz zu dieser ist die Berufsbezeichnung des Coaching in Deutschland nicht geschützt.
Begriffsentstehung
Der Begriff „Coach“ stammt aus dem Englischen und bedeutet ursprünglich (Pferde-)Kutsche. Er beschreibt also ein Instrument, das es Menschen ermöglicht, von einem Ort zum anderen zu gelangen. Coaching kann vor diesem Hintergrund auf der Metaebene als Entwicklungsinstrument bezeichnet werden. Das Ziel formuliert der Coachee (Klient), der Coach begleitet den Coachee auf dem Weg als neutraler „Reise“-Gefährte. Erste entlehnte Verwendungen des Wortes fanden im Sport statt. Dort ist der Coach nicht nur Trainer der sportlichen Fertigkeiten, sondern darüber hinaus zielorientierter Begleiter und Motivator. Der Coach im Sport ist damit Trainer der mentalen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Sportler. Er bringt nicht die Lösungen für Probleme oder Konflikte mit. Vielmehr fungiert der Coach als neutraler Gesprächs- und Interaktionspartner, der seinem Coachee den Prozess der individuellen (Weiter-) Entwicklung eröffnet, erleichtert und ihn dabei begleitet.
Methodik
Im Coaching kommen verschiedene Interventionstechniken zum Einsatz, viele sind der Psychotherapie entlehnt, z.B. der Verhaltenstherapie, der Transaktionsanalyse, der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie, der provokativen Therapie und der Neurolinguistischen Programmierung. In der Praxis werden oft Mischformen verwendet. Eine klare methodische Eingrenzung gibt es nicht. Allen Ansätzen gemein ist die Ausrichtung auf Zielorientierung, Ressourcenaktivierung sowie die Erweiterung der Wahrnehmung und der Handlungsoptionen des Klienten. Der Coach gibt gezieltes Feedback, vermeidet aber direktive Interventionen (Ratschläge, Handlungsanweisungen), wie sie beim Consulting und anderen Beratungsformen üblich sind. Coaching ist meist zeitlich auf wenige Sitzungen begrenzt, wird aber zum Teil auch berufsbegleitend über eine längere Periode durchgeführt. Grundlage des Prozesses ist ein Coaching-Kontrakt, in dem Ziel und Dauer des Coaching sowie das Honorar festgelegt werden. Vertraulichkeit von Seiten des Coaches sowie Freiwilligkeit und Selbstverantwortung des Klienten werden als Voraussetzungen für einen erfolgreichen Coachingprozess gesehen.
Anwendungsmöglichkeiten
Coaching wird im Schauspiel, Management, Vertrieb, wie auch im persönlichen Bereich bei Fragen im beruflichen und persönlichen Kontext eingesetzt. Coaching wird auch als Führungsinstrument eingesetzt. Der oder die Vorgesetzte übernimmt dabei die Rolle des Coaches. Es können dabei aber Rollenkonflikte auftreten, da der Coach in diesem Fall nicht unabhängig und möglicherweise sogar Teil des Problems ist. In der Fachliteratur wird die zielorientierte Begleitung durch Vorgesetzte meist vom Coaching abgesetzt. Die Neutralitätsbedingung ist hier nicht gegeben und der Coachee stellt sich dem Coach nicht freiwillig. Favorisiert wird daher der Einsatz unabhängiger Coaches. Das Karrierecoaching steht oft am Anfang einer geplanten und individuellen Personalentwicklung. Ein Spezialfall der Beratung ist das Konflikt-Coaching und das in Modellversuchen von Krankenkassen momentan erprobte Patientencoaching zur Ergänzung der ärztlichen Leistung. Bei Film und Fernsehen gibt es den Schauspielcoach. Er arbeitet mit dem Darsteller an der Rolle und den Dialogen.
Qualität im Coaching
Für die Durchführung von Coaching gibt es keine speziellen gesetzlichen Regelungen. Qualitätssicherung (siehe auch Qualitätssicherung in der psychologischen Diagnostik) hat sich daher vor allem auf Verbandsebene etabliert. Die verschiedenen Coachingverbände haben eigene Ausbildungsgrundsätze entwickelt und bieten entsprechende Zertifizierungen an. Voraussetzung für eine Zertifizierung als Coach ist meist eine qualifizierte Coachingausbildung, entsprechende Berufspraxis und die Teilnahme an einer festgelegten Zahl von Supervisionssitzungen. Verbandsübergreifende Zertifizierungverfahren gibt es derzeit nicht. Die Qualität einer Coachingmaßnahme kann anhand der drei Qualitätsdimensionen Struktur-, Prozess-, und Ergebnisqualität festgestellt werden. Die Strukturqualität umfasst Merkmale wie Qualifikation und Erfahrungen des Coaches, Qualität und Ausmaß der Arbeitsmittel und einsetzbaren Instrumente und Methoden, die Existenz organisatorischer Regelungen und Umfang des Coachingangebotes. Prozessqualität wird gemessen an der Qualität der Leistungserbringung hinsichtlich Art, Umfang, prozessualer und zeitlicher Abfolge des Coachings. Berücksichtigt werden dabei auch Aspekte wie Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, Transparenz, interne Kommunikation und externe Vernetzung. Die Ergebnisqualität misst die mit dem Coaching erzielten Ergebnisse als die am Coachingnehmer oder seinem Verhalten bewirkten Veränderungen. Sie bestimmt somit die Wirksamkeit und den Erfolg der Leistung, sowie ihre Wirtschaftlichkeit im Sinne eines Kosten-Nutzen-Verhältnisses.
Ähnliche Vorgehensweisen
Coaching ist verwandt mit der Beratungsform Supervision. Manche Autoren verstehen Coaching als Einzelsupervision, die Direktiven einschließt – andere Autoren sehen gerade darin den großen Unterschied. Für sie grenzt sich Coaching klar von anderen Formen der Beratung wie Supervision, Training, Mediation oder Consulting ab. Es gibt bei manchen Autoren auch spezielle Versionen, wie zum Beispiel SI-Coaching oder Geschäftsführercoaching. Coaching ist auch kein Ersatz für Psychotherapie, da es die funktionierende Selbststeuerungsfähigkeit des Klienten voraussetzt. Coaching appelliert immer an die Eigenverantwortlichkeit des Klienten.
Literatur
Elaine Cox u.a.: The Complete Handbook of Coaching. SAGE, Los Angeles 2009, ISBN 1-84920-288-5 Thomas Dietz, Ingeborg Dietz: Selbst in Führung. Wege zur Selbstführung in Coaching und Selbst-Coaching. Junfermann, Paderborn 2007, ISBN 978-3-87387-682-8 Maren Fischer-Epe, Friedemann Schulz von Thun: Coaching. Miteinander Ziele erreichen. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-61954-7 Suzanne Grieger-Langer: Die 7 Säulen der Macht. Junfermann, Paderborn 2005, ISBN 3-87387-620-5 Babal Kaweh: Das Coaching-Handbuch. VAK, Kirchzarten bei Freiburg 2005, ISBN 3-935767-62-5 Eric D. Lippmann: Coaching - Angewandte Psychologie für die Beratungspraxis. 2. Auflage. Mannheim: Springer, 2009, ISBN 978-3-540-88951-9 Regina Mahlmann: Einzel-Coaching: Kompetenz entwickeln, Beltz Verlag, Weinheim 2001, ISBN 3-407-36377-X Rolf Meier, Axel Janßen: "CoachAusbildung-ein strategisches Curriculum", 2. Aufl., Verlag Wissenschaft & Praxis Dr.Brauner GmbH 2011 , ISBN 978-3-89673-568-3 Björn Migge: Handbuch Coaching und Beratung. Beltz, Weinheim 2007, ISBN 978-3-407-36453-1 Valentin Nowotny: Praxiswissen Coaching. Grundlagen, Methoden, Qualitätskriterien und Erfolgsfaktoren. VDM Verlag Dr. Müller, Berlin 2005, ISBN 978-3-86550-024-3 Sonja Radatz: Einführung in das systemische Coaching. Carl Auer, Mannheim 2006, ISBN 3-89670-519-9 Martina Schmidt-Tanger, Thies Stahl: Change Talk. Coachen lernen – Coaching-Können bis zur Meisterschaft. Junfermann, Paderborn 2007, ISBN 978-3-87387-617-0 Martina Schmidt-Tanger: Gekonnt coachen. Präzision und Provokation im Coaching. Junfermann, Paderborn 2006, ISBN 3-87387-588-8 Monika Treppte: Coaching mit Alien. jyooti, Füssen 2009, ISBN 3-94221-300-1 K & S - Kommunikation und Seminar, sechsmal jährlich erscheinende Fachzeitschrift, Verlag Junfermann Wolfgang Looss: Unter vier Augen. Coaching für Manager. Verlag moderne Industrie, Landsberg (Lech) 1997, ISBN 3-478-31364-3.
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Ermöglichungscoaching
Ermöglichungscoaching ist die Transformation der Ermöglichungsdidaktik ins Coaching.
Das zentrale Anliegen der Ermöglichungsdidaktik ist es, Gelegenheiten für Lernprozesse in Selbstorganisation zu schaffen — der Coach ermöglicht und gestaltet hierbei – in voller Prozessverantwortung – die Rahmenbedingungen.
Er ist nicht Wissensvermittler und Trainer, sondern Unterstützer und Quelle von Anregungen. Ermöglichungscoaching strebt nach einem höchstmöglichen Grad an Eigenwillen, Eigenständigkeit und Eigentum der erarbeiteten Inhalte und Ergebnisse von Seiten des Klienten. Ein größtmögliches Maß an Nachhaltigkeit der Coachingergebnisse sowie gleichzeitig ein ökonomisches Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis werden hierdurch gesichert.
Lernen ist in diesem Kontext nicht als einfache Aufnahme belehrender Wissensvermittlung, sondern vielmehr als aktiver Aneignungsprozess zu verstehen. Der Lernprozess vollzieht sich selbst gesteuert und nicht fremdbestimmt.
Ermöglichungsdidaktik gilt als ein Aspekt fortschrittlicher Erwachsenenpädagogik und basiert auf den Ideen des Konstruktivismus. Sie setzt ein natürliches Lernpotential als gegeben voraus. Durch sie entdeckt der Lernende, wie er lernt und was er braucht, um noch besser zu lernen. Der Lehrende motiviert und befähigt den Lernenden, das Lernen zu einer „Ressource an sich“ auszubauen.
Werden die Ideen dieses Theorierahmens auf die Beratungssituation des Coachings übertragen, so gehen sie weit über das meist eher eklektische Vorgehen heute arbeitender Coachs hinaus. Und anders als in der belehrenden Form eines beratenden Coachingangebots stehen beim Ermöglichungscoaching die Selbststeuerungskräfte des Klienten im Vordergrund.
Ermöglichungscoaching verfolgt das Streben nach einer beratungs- und somit machtfreien Förderung der Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung sowie der selbstgesteuerten Verbesserung und Erweiterung des Verhaltens - und Handlungsrepertoires des Klienten. Anstelle eines Beratungs- und Vermittlungsauftrages findet ein interaktiver Begleitprozess mit dem Klienten statt.
Im Mittelpunkt dieses Prozesses steht der Zuwachs an Kompetenz hinsichtlich zukünftiger Schlüsselqualifikationen, also eine fachübergreifende Weiterentwicklung. Der Klient lernt, in Alternativen zu denken und zu handeln, ein wertebezogenes Verhalten auszuformen als auch Problemlösestrategien zu entwickeln.
Der Coach lernt seinerseits, sein ermöglichungsorientiertes Klientenbild durch immer bewusstere Zurücknahme und ressourcenförderndes und – forderndes Intervenieren weiter zu konturieren.
Eine solche Haltung beidseitigen Lernens fördert das Gelingen des Coachingprozesses. Die durch das ermöglichungsdidaktisch geprägte Coaching gestärkte Methodenkompetenz bezüglich zukünftiger Problemstellungen geht beim Klienten mit einer gesteigerten Eigenmotivation zur Situationsbewältigung einher.
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Zeitmanagement
Unter Zeitmanagement [-'mænɪdʒmənt] versteht man mehrere Vorgehensweisen, die dabei helfen sollen, anstehende Aufgaben und Termine innerhalb des zur Verfügung stehenden Zeitraums abzuarbeiten.
Es wird zwischen persönlichen Zeitmanagement und Zeitwirtschaft unterschieden.
Persönliches Zeitmanagement
Im Persönlichen Zeitmanagement sollen Einzelnen oder Gruppen geholfen werden, den Umgang mit der Zeit zu verbessern. Zeit verstreicht in unserer Umwelt unveränderbar, und stellt damit die einzige Ressource dar, die weder aufgehoben noch, wenn verschwendet, zurückgewonnen werden kann. In diesem Sinne ist Zeitmanagement eine Methode des Selbstmanagements.
Strategien des persönlichen Zeitmanagements
Zu den üblichen Strategien gehört es, die Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit abzuarbeiten, große Aufgaben in kleine Teilaufgaben aufzuspalten und bestimmte Aufgaben an andere abzugeben (Delegieren). Ebenso gehören Methoden zur Steigerung der Motivation und eine Erfolgskontrolle zum Zeitmanagement
Zeitwirtschaft
Unter Zeitwirtschaft versteht man Maßnahmen und Methoden zur Ermittlung, Aufbereitung und Nutzung arbeitsbezogener Zeitdaten. Sie bildet die Grundlage für viele Formen des Leistungsentgelts und hatte eine entsprechende Bedeutung im Wandel der Zeiten. Derzeit erfolgt eine Erweiterung im Sinne eines „time-based management“ im Industrial Engineering und bezieht sich damit nicht mehr allein auf Fertigung und Montage sondern erfasst alle Arbeitsprozesse.
Daneben werden zunehmend auch Maßnahmen zur Erfassung, Dokumentation und Kontrolle von Anwesenheits- oder Arbeitszeiten beim Personal im Rahmen des Arbeitszeitmanagement mit dem Begriff erfasst. Damit werden die ursprünglich typischen Zeit-Mengen-Daten um Ablauf-, Belastungs-, Ergonomie-, Prozess-, Qualitäts- und Kostendaten ergänzt. Im Rahmen des Demografischen Wandels gewinnen diese Daten bei der Planung des Arbeitseinsatzes erheblich an Bedeutung.
Literatur
Francesco Cirillo, "The Pomodoro Technique" ISBN 978-1-445219-94-3. David Allen, Helmut Reuter: Wie ich die Dinge geregelt kriege. Selbstmanagement für den Alltag („Getting Things Done“). Piper, München 2009, ISBN 978-3-492240-60-4. Stephen R. Covey : 7 Wege zur Effektivität. Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg („The 7 habits of highly effective people“). GABAL, Offenbach/M. 2009, ISBN 978-3-897495-73-9. Karlheinz A. Geißler: Zeit verweile doch. Lebensformen gegen die Hast. Neuausg. Herder, Freiburg/B. 2008, ISBN 978-3-451059-59-9. Rainer B. Jogschies: Die Non-Stop-Gesellschaft. Essays vom Blitzkrieg gegen sich selbst. Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2002, ISBN 978-3-937550-01-5. Werner T. Küstenmacher, Lothar J. Seiwert: Simplify your life. Einfacher und gücklicher leben. Campus-Verlag, Frankfurt/M. 2006, ISBN 3-593-37441-2.
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Selbstbewusstsein
Selbstbewusstsein ist ein Begriff, der in mehreren Fachdisziplinen verwendet wird. Nach allgemeiner Auffassung ist dieser Begriff zuerst in der Philosophie definiert worden.
Er spielt aber auch in der Soziologie, Psychologie und Geschichtswissenschaft stets eine bedeutende Rolle. Der Begriff Selbstbewusstsein hat mehrere Bedeutungsebenen. Es gibt ein Selbstbewusstsein des Individuums, aber auch ein kollektives Gruppenselbstbewusstsein. Zum einen wird darunter das aktive durch innere Denkvorgänge herbeigeführte Erkennen der eigenen Persönlichkeit verstanden.
Die Frage: „Wer oder was bin ich?“ kann als Ergebnis dieses Denkvorgangs beantwortet werden. Auch eine passive Zuschreibung, die Attribuierung durch andere denkende Lebewesen der Gruppe, führt zum Erkennen und Definieren der eigenen Person bzw. Persönlichkeit.
Definition
Selbstbewusstsein heißt das Bewusstsein seiner selbst. Umgangssprachlich wird Selbstbewusstsein meist als positives Wertgefühl einer Person oder einer Gruppe in einem sozialen Wertkontext verstanden.
Hohes Selbstansehen gilt demnach als großes Selbstbewusstsein. Es ist immer auf einen Werthorizont und - in anerkennender oder nicht anerkennender Weise - eine wertende Umgebung bezogen: Im ersten Fall wird das Selbstbewusstsein durch Eigenschaften und Fähigkeiten bestimmt, die den jeweils allgemein geltenden Wertvorstellungen in mehr oder minderer Weise entsprechen; selbstbewusst ist, wer sich im Hinblick auf diese anerkannt fühlt.
Selbstbewusst sein meint hier ein für gewöhnlich vorkritisches soziales Selbstwertgefühl, das man hat oder nicht und das durch Aneignen sozial erwünschter Eigenschaften (etwa besseres Erscheinungsbild durch Schönheitsoperationen) oder Fähigkeiten (Erlernen weiterer Sprachen oder Erhöhen der Selbstverteidigungsfähigkeit durch das Erlernen von Kampfsportarten) gesteigert oder im Fall des Misslingens verringert werden kann. Als in besonderem Maße selbstbewusst gilt aber auch gerade derjenige, der sich als Individuum der wertkonformen Gruppe gegenüberstellt. Die affirmative (positive) Konnotierung im allgemeinen Sprachgebrauch des Begriffs verstellt den reinen Wortsinn: ein Modus des Selbstbewusstseins ist so etwa nicht nur der Stolz, sondern auch die Scham.
Selbstbewusstsein in der Philosophie
Nach Kant
Selbstbewusstsein entsteht durch Beobachtung und Reflexion seiner selbst oder anders ausgedrückt: des eigenen Ich, der eigenen Persönlichkeit. Der sich selbst Betrachtende ist hierbei gleichzeitig Objekt und Subjekt. Kant: „'Ich bin mir selbst ein Gegenstand der Anschauung und des Denkens' ist ein synthetischer Satz a priori und der Grundsatz der Transzendentalphilosophie.“ (Vorlesungen über Metaphysik).
„Der synthetische Satz: daß alles verschiedene empirische Bewußtsein in einem Selbstbewußtsein verbunden sein müsse, ist der schlechthin erste und synthetische Grundsatz unseres Denkens überhaupt.“ (Kritik der reinen Vernunft; Abschnitt: Deduktion der reinen Verstandesbegriffe)
Nach Hegel
In einer seiner bedeutendsten philosophischen Schriften, der Phänomenologie des Geistes, vor allem im berühmten Kapitel „Selbständigkeit und Unselbständigkeit des Selbstbewusstseins; Herrschaft und Knechtschaft“ führt Hegel aus, dass das Selbstbewusstsein als Ergebnis der Anerkenntnis durch den Anderen sich herausbildet, und sich in Abhängigkeit eines Gegenüberstehenden formt bzw. verwandelt.
Hegel beschreibt das Selbstbewusstsein als die Summe der Erfahrung der Dialektik von Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit, bildlich in Form eines Konflikts um Anerkenntnis zwischen Herr und Knecht. „Ich ist der Inhalt der Beziehung und das Beziehen selbst.“ und „In dem Bewusstsein, das auf sich selbst reflektiert, sind sich Subjekt und Objekt gleich.“ (Phänomenologie des Geistes)
Selbstbewusstsein in der Geschichtswissenschaft
Ein kollektives Gruppenselbstbewusstsein wurde von Hegel in seiner Schrift „die Philosophie der Geschichte“ beschrieben. In diesem Werk beschreibt er unter anderem die Entwicklung des kollektiven Selbstbewusstseins von Völkern und ihren Zivilisationsstufen.
So behauptet Hegel, dass „das unglückliche Bewusstsein der römischen Kaiserzeit“ in das Christentum gemündet sei, und dass das kollektive Selbstbewusstsein des Christentums „die Vorstufe der Vernunft“ sei.
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Das Einzugsgebiet von Nexus Coaching Persönlichkeitstraining:
Selbstbewusstseinstraining Baden-Württemberg:
Aalen, Albstadt, Baden-Baden, Bietigheim-Bissingen, Böblingen, Bruchsal, Esslingen (am Neckar), Fellbach, Filderstadt, Mannheim (im Breisgau), Friedrichshafen, Göppingen, Heidelberg, Heidenheim (an der Brenz), Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Lahr (Schwarzwald), Leonberg, Lörrach, Ludwigsburg, Mannheim, Nürtingen, Offenburg, Pforzheim, Rastatt, Ravensburg, Reutlingen, Rottenburg (am Neckar), Schwäbisch Gmünd, Sindelfingen, Singen (Hohentwiel), Stuttgart, Tübingen, Ulm, Villingen-Schwenningen, Waiblingen, Weinheim.
Selbstbewusstseinstraining Bayern:
Amberg, Ansbach, Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Dachau, Erlangen, Freising, Fürth, Hof, Ingolstadt, Kaufbeuren, Kempten (Allgäu), Landshut, Memmingen, München, Neu-Ulm, Nürnberg, Passau, Regensburg, Rosenheim, Schweinfurt, Straubing, Weiden (in der Oberpfalz), Würzburg.
Selbstbewusstseinstraining Hessen:
Bad Hersfeld, Bad Homburg (vor der Höhe), Bad Nauheim, Bad Soden (am Taunus), Bad Vilbel, Baunatal, Bensheim, Bruchköbel, Büdingen, Butzbach, Darmstadt, Dietzenbach, Dillenburg, Dreieich, Eschborn, Eschwege, Flörsheim (am Main), Frankfurt (am Main), Friedberg (Hessen), Friedrichsdorf, Fulda, Gelnhausen, Gießen, Griesheim, Groß-Gerau, Groß-Umstadt, Hanau, Hattersheim (am Main), Heppenheim (Bergstraße), Herborn, Hofheim (am Taunus), Idstein, Karben, Kassel, Kelkheim (Taunus), Korbach, Lampertheim, Langen, Limburg (an der Lahn), Maintal, Marburg, Mörfelden-Walldorf, Mühlheim (am Main), Neu-Isenburg, Obertshausen, Oberursel (Taunus), Offenbach (am Main), Pfungstadt, Riedstadt, Rödermark, Rodgau, Rüsselsheim, Seligenstadt, Stadtallendorf, Taunusstein, Viernheim, Weiterstadt, Wetzlar, Wiesbaden.
Selbstbewusstseinstraining Nordrhein-Westfalen:
Aachen, Ahaus, Ahlen, Alsdorf, Arnsberg, Bad Oeynhausen, Bad Salzuflen, Beckum, Bergheim, Bergisch Gladbach, Bergkamen, Bielefeld, Bocholt, Bochum, Bonn, Borken, Bornheim, Bottrop, Brühl, Bünde, Castrop-Rauxel, Coesfeld, Datteln, Delbrück, Detmold, Dinslaken, Dormagen, Dorsten, Dortmund, Dülmen, Düren, Düsseldorf, Duisburg, Emsdetten, Ennepetal, Erftstadt, Erkelenz, Erkrath, Eschweiler, Essen, Euskirchen, Frechen, Geldern, Gelsenkirchen, Gevelsberg, Gladbeck, Goch, Greven, Grevenbroich, Gronau (Westfalen), Gütersloh, Gummersbach, Hagen, Haltern, Hamm, Hattingen, Heinsberg, Hemer, Hennef (Sieg), Herford, Herne, Herten, Herzogenrath, Hilden, Höxter, Hückelhoven, Hürth, Ibbenbüren, Iserlohn, Jülich, Kaarst, Kamen, Kamp-Lintfort, Kempen, Kerpen, Kleve, Köln, Königswinter, Korschenbroich, Krefeld, Kreuztal, Lage, Langenfeld (Rheinland), Lemgo Leverkusen Lippstadt, Lohmar, Löhne, Lüdenscheid, Lünen, Marl, Meerbusch, Menden (Sauerland), Meschede, Mettmann, Minden, Moers, Mönchengladbach, Monheim, Mülheim (an der Ruhr), Münster, Nettetal, Neuss, Niederkassel, Oberhausen, Oer-Erkenschwick, Paderborn, Porta Westfalica, Pulheim, Ratingen, Recklinghausen, Remscheid, Rheda-Wiedenbrück, Rheinberg, Rheine, Sankt Augustin, Schwerte, Siegburg, Siegen, Soest, Solingen, Steinfurt, Stolberg (Rheinland), Tönisvorst, Troisdorf, Unna, Velbert, Viersen, Voerde (Niederrhein), Warendorf, Werl, Wermelskirchen, Wesel, Wesseling, Willich, Witten, Würselen, Wuppertal.
Selbstbewusstseinstraining Rheinland-Pfalz:
Andernach, Bad Dürkheim, Bad Kreuznach, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bendorf, Bingen (am Rhein), Boppard, Frankenthal (Pfalz), Germersheim, Haßloch, Idar-Oberstein, Ingelheim (am Rhein), Kaiserslautern, Koblenz, Konz, Lahnstein, Landau (in der Pfalz), Ludwigshafen (am Rhein), Mainz, Mayen, Neustadt (an der Weinstraße), Neuwied, Pirmasens, Remagen, Schifferstadt, Sinzig, Speyer, Trier, Wittlich, Worms, Wörth (am Rhein), Zweibrücken.
Selbstbewusstseinstraining Saarland:
Beckingen, Bexbach, Blieskastel, Dillingen (Saar), Eppelborn, Heusweiler, Homburg, Illingen, Lebach, Losheim (am See), Merzig, Neunkirchen, Ottweiler, Püttlingen, Rehlingen-Siersburg, Riegelsberg, Saarbrücken, Saarlouis, Sankt Ingbert, Sankt Wendel, Schiffweiler, Schmelz, Schwalbach, Sulzbach (Saar), Völklingen, Wadern, Wadgassen.
